Katholische Pfarrgemeinde St. Gertrud Herzogenrath
 


Traditionsbewußtsein und zeitgemäße Seelsorge. Wir sind für Sie da. Seit 1116.

Tizian
Tizian: Auferstehung Christi (Detail)

OSTERN 2017

Wenn man die Alltagsuntauglichkeit eines Menschen, dessen Interessen sich jenseits des Machbaren befinden, in Worte fassen will, dann bedient man sich meist des Begriffs „abgehoben“. Abgehoben ist jemand, der unverständlich spricht, der seine Umgebung stets mit Gedanken oder Welten konfrontiert, die ihnen fremd sind oder der die Bodenständigkeit vermissen läßt, die nötig ist, um sich viele Freunde zu machen.

Das antike Christentum sah sich einem ähnlichen Vorwurf ausgeliefert. Die Umgebung, in der es – wenigstens in kulturell von der Dekadenz des ausgehenden Imperium Romanum geprägten Gegenden – groß wird, sieht skeptisch auf die neue Religion, die an einen Gott glaubt, der erst Mensch wird und am Ende stirbt. Dazu noch am Kreuz. Den Vorwurf abgehoben zu sein, handeln sich die ersten Christen schnell ein. Zumal sie sich noch zu ominösen Versammlungen treffen, in denen sie den Leib und das Blut ihres Gottes verzehren. Hier geht der Vorwurf, abgehoben zu sein, schnell in jenen des Kannibalismus über. Es ist den meisten unverständlich und fremd, was die Christen glauben und tun. Mit Ausnahme ihrer Hilfsbereitschaft anderen gegenüber und der Harmonie untereinander. „Seht, wie sie einander lieben!“ – war die Wahrnehmung ihrer Zeitgenossen über das Leben der christlichen Gemeinden.

Wer sich heute als Christ outet und seinen Glauben an Jesus Christus und an Seinen Tod und Seine Auferstehung öffentlich bekundet, der wird sich nicht selten ebenfalls mit dem Vorwurf konfrontiert sehen, abgehoben zu sein. Andererseits zeigt sich heute mehr denn je, wie interessiert viele gerade daran sind, mehr zu erfahren über das, was Christen glauben. Denn es schafft eine feststellbare Unruhe bei vielen Zeitgenossen, wenn Christen ihr Christsein zeigen und damit ein Leben leben, das aus anderen Quellen schöpft als aus dem neuesten Angebotskatalog von Aldi oder den günstigsten Schnäppchen bei Amazon. Der Grund für das, was in einer positiven Weise unruhig macht, ist der Glaube an das, was der venezianische Maler Tiziano Vecellio, besser bekannt unter dem Kürzel „Tizian“ im Jahre 1543 auf die Leinwand brachte. Es ist in diesem Jahr als das Bild dieses Osterpfarrbriefs zu sehen.

Tizian zeigt den Auferstandenen geradezu unwirklich real, wie Er über dem Grab schwebt, das Er soeben verlassen hat. Die Leinentücher flattern im Aufwind dieses Geschehens und ebenso die Siegesfahne. Die Soldaten, die unversehens aus ihrem Schlaf geweckt wurden, wehren sich buchstäblich mit Händen und Füßen gegen das, was sie dort sehen. Sie kennen die Siegesfahne aus ihrem Beruf. Sie wissen, was es bedeutet, wenn jemand die Fahne des Gegners sein eigen nennen kann. Dann ist der Kampf beendet und es beginnt Tötung oder Gefangenschaft. Wie viele unserer Zeitgenossen wissen sie noch nicht, daß weder das eine noch das andere die Absicht dessen ist, den sie dort schweben sehen. Sondern das reine Gegenteil. Denn die Auferstehung Christi ist ein Sieg, der Leben schafft und alle Gefangenschaft beendet, die Menschen an sich selbst oder an diese Welt und ihre Vergänglichkeit fesselt. Ja, es mag sein, daß dies abgehoben ist, wenn man es denen erzählt, die nicht glauben. Daß es wirkt wie eine Utopie jenseits jeder Alltagstauglichkeit. Aber es ist auch eine Erfahrung, daß immer dort, wo Christen den Mut haben, genau dies mit Festigkeit und Freundlichkeit behaupten, nicht wenige beeindruckt bis neidisch sind, daß es Menschen gibt, die diesen Glauben haben. Der sie abhebt von der Masse der Vielen, die ohne Hoffnung sind.

Gesegnete Ostern!        Pastor Dr. Guido Rodheudt

Kommunionkinder Innenstadt:

Bindels Dario
Bindels Alexia
Daniels Julian
Gillißen Joel
Hofland Sophie
Hofland Pia 
Kasten Noah 
Kuboth Christian
Mathieu Marcella
Meer Louise
Nordhausen Pia
Offergeld Lea
Pilich Aleksander
Rosenbaum Phil
Stark Niklas
Wrobel Xavery

Kommunionkinder St. Antonius:

Hennig Hendrik
Herpers Luca
Hilse Marco 
Stummer Caspar

Ostern 2017
Gertrud

Herzlich willkommen auf der Webseite der katholischen Pfarrgemeinde St. Gertrud in Herzogenrath! Die Ausrichtung der Arbeit in St. Gertrud ist zusammengefaßt in unserem Pastoralkonzept. Dies finden Sie hier (PDF). Seit dem 1. Mai 2005 umfaßt die Kirchengemeinde das Gebiet der ehemaligen Nachbargemeinden St. Mariä Himmelfahrt, St. Gertrud / Afden und St. Antonius / Niederbardenberg. Diese Fusion entstand durch den allgemein spürbaren Priestermangel, der dazu führte, daß seit dem Jahre 2002 alle drei Einzelgemeinden unter einer gemeinsamen Leitung stehen. Dies führte zu einer verstärkten Zusammenarbeit unter den Nachbargemeinden, die das Bedürfnis entstehen ließ, auch nach außen eine rechtlich geeinte Größe darzustellen. So wurden durch einstimmigen Beschluß der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte die Kirchengemeinde St. Marien und St. Antonius aufgelöst und nach St. Gertrud inkorporiert, so daß nun die "neue" Pfarrei auch den gemeinsamen Namen der Pfarrpatronin, der hl. Gertrud von Nivelles, trägt. Näheres zur Geschichte unserer Pfarrei finden Sie hier

Das Leben in St. Gertrud ist wie in allen katholischen Pfarreien vielfältig. Quelle und Höhepunkt des gesamten Lebens ist zunächst die Feier der Hl. Eucharistie. Sie bildet nach dem Willen Jesu Christi die Gemeinde. Nicht äußere Aktivitäten oder gemeinschaftliches Tun ist der Kern der Pfarrei, sondern Jesus Christus, dessen Gedächtnis wir in der Hl. Messe begehen. Das Kreuzesopfer von Golgatha, das sich auf unblutige Weise im Hl. Messopfer auf unseren Altären vergegenwärtigt, ist die Voraussetzung allen Tuns. Von der Hl. Messe geht alles Leben aus und zu ihr strömt alles zurück. Alle Sorgen und Probleme, aller Dank und Lobpreis finden hier ihre Antwort durch Gottes Gegenwart unter uns. Neben der Hl. Messe ist es das Sakrament der Versöhnung, die hl. Beichte, die zum Gnadenleben der Pfarrei beiträgt. Das Beichtsakrament kann wöchentlich und nach Terminabsprache empfangen werden.

Gestärkt durch die Sakramente und die Feier des Glaubens verwirklicht die Pfarrgemeinde ihren Auftrag in der Caritas und in der Verkündigung. Katechese und Jugendarbeit, Kindergruppen und die offene Jugendpflege im Haus der Offenen Tür (HOT), Altenbetreuung und Gemeindefeste und die Sorge für Kranke und Behinderte sowie die Erwachsenenbildung sind die Bereiche, in denen wir in St. Gertrud versuchen, dem Auftrag Christi gerecht zu werden. So verbinden sich in St. Gertrud Traditionsbewußtsein und zeitgemäße Seelsorge auf sakramentaler Basis. Geleitet wird die Seelsorge von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt, dem jedoch eine große Zahl ehrenamtlicher Helfer zur Seite steht. Auf den folgenden Seiten finden sie alle notwendigen Informationen zu St. Gertrud. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, wenden Sie sich persönlich an einen unserer Mitarbeiter - siehe Kontakte-. Herzlich willkommen zu unseren Gottesdiensten und zu allen Veranstaltungen in St. Gertrud! Wir würden uns freuen, Sie persönlich kennenzulernen!