Weihnachten ist ein Fest des Lichtes und der Lichter. Selbst da, wo der tiefere Sinn des Lichtes zu einer bloßen romantisierenden Dekoration an Lichterketten und beim Candlelight-Dinner herabsinkt, ist dennoch der Ursprung der Lichtsymbolik wie ein Hintergrund gegenwärtig. Denn selbst diejenigen, die keinen Glauben haben, spüren, daß da etwas ist, das anders ist als sonst. Es ist die Gegenwart des menschgewordenen Gottes, dem sich in den Tagen der Weihnacht niemand entziehen kann.
Im Krippenbild des Gerrit van Honthorst (1590-1656) wird der Ursprung des Lichtes auf eine beeindruckende Weise deutlich. Das Kind strahlt das Licht aus und macht alle hell, die es anschauen. Es zaubert Frieden und Seligkeit auf die Gesichter und führt sie wie von selbst zur Anbetung. Die Erscheinung Gottes vermittelt allen Menschen guten Willens den Glanz der Hoffnung in ihre Herzen. Alle, die sich vom Licht der Heiligen Nacht bestrahlen lassen, sind wie von selbst durch ihren Glauben und ihre Liebe zu Christus Widerschein der Liebe Gottes zu uns. Damit werden wir, wenn wir an die Menschwerdung Gottes glauben, zu unverzichtbaren Lichtträgern für diese Welt. Die übliche Konsumschelte, die sich in den Tagen vor Weihnachten auf den Kanzeln eingebürgert hat, kann in einem Punkt ein wenig abgemildert werden. Dort, wo wir begreifen lernen, daß wir in einem Punkt ohne Schaden konsumieren dürfen, ja sogar müssen: da, wo es um die Annahme des Lichtes geht. Wir dürfen ohne Maß das annehmen und weiterschenken, was in der Heiligen Nacht von Gott in die Krippe von Betlehem gelegt wurde: das Licht zur Erleuchtung aller Finsternis und Traurigkeit dieser Welt.
Papst Benedikt sagt dazu: „Die Gnade Gottes ist erschienen: Darum ist Weihnachten ein Fest des Lichts. Nicht ein strahlendes Licht wie jenes, das am hellichten Tag alle Dinge erfaßt, sondern ein Schein, der in der Nacht aufleuchtet und sich von einem bestimmten Ort des Universums her ausbreitet: von der Grotte in Bethlehem, wo das göttliche Kind das Licht der Welt erblickt hat. In Wirklichkeit ist er das Licht selbst, das sich ausbreitet, wie es so viele Weihnachtsbilder gut darstellen. Er ist das Licht, das mit seinem Erscheinen die Finsternis zerreißt, die Dunkelheit vertreibt und uns erlaubt, den Sinn und den Wert unserer Existenz und der Geschichte zu verstehen. Jede Krippe ist eine schlichte und beredte Einladung, das Herz und den Verstand für das Geheimnis des Lebens zu öffnen. Es ist eine Begegnung mit dem unsterblichen Leben, das sterblich geworden ist im geheimnisvollen Weihnachtsgeschehen; dieses Geschehen können wir [...] in unzähligen Kirchen und Kapellen auf der ganzen Welt und in jedem Haus, wo der Name Jesu angebetet wird. [...] Wo die Würde und die Rechte des Menschen mit Füßen getreten werden; wo der persönliche Egoismus oder die Interessen von Gruppen sich über das Gemeinwohl hinwegsetzen; wo man Gefahr läuft, sich an den brudermörderischen Haß und an die Ausbeutung des Menschen durch andere Menschen zu gewöhnen; wo interne Konflikte gesellschaftliche und ethnische Gruppen entzweien und das Zusammenleben verletzen; wo weiterhin der Terrorismus zuschlägt; wo man besorgt in eine Zukunft blickt, die immer unsicherer wird, auch in den wohlhabenden Ländern: überall dort leuchte das Licht der Weihnacht und ermutige alle, sich in einer wahrhaft solidarischen Gesinnung einzubringen. Wenn jeder nur an seine eigenen Interessen denkt, kann die Welt nur zugrunde gehen. [...]Brechen wir also auf, Brüder und Schwestern! Eilen wir herbei wie die Hirten in der Nacht zu Bethlehem. Gott ist uns entgegengekommen und hat uns sein Antlitz gezeigt, reich an Gnade und Erbarmen! Sein Kommen soll für uns nicht vergeblich sein! Suchen wir Jesus, lassen wir uns von seinem Licht anziehen, das die Traurigkeit und die Furcht aus dem Herzen des Menschen vertreibt; treten wir voll Vertrauen zu ihm hin, und fallen wir demütig vor ihm nieder, um ihn anzubeten!“ (Botschaft von Papst Benedikt XVI. beim Segen „Urbi et Orbi“, 25. Dezember 2008)
Im Sinne dieser lichtvollen Botschaft wünschen ich Ihnen allen - Pfarrangehörigen und Freunden von St. Gertrud - von Herzen ein gnadenreiches Weihnachtsfest und ein gesegnetes und hoffnungsfrohes Neues Jahr 2012!
24. Dezember - Heiligabend 15.00 Uhr St. Antonius, Kleinkindkrippenfeier 16.30 Uhr St. Gertrud, Kinderkrippenfeier unter Mitwirkung des Kinderchores und der Flötengruppe 18.00 Uhr St. Antonius, Christmette (Kirchenchor St. Antonius: W. A. Mozart, Missa brevis in G - KV 49) 22.00 Uhr St. Marien, Feierliche Christmette mit Chor und Orchester (Kirchenchor St. Marien: V. Goller, Missa in honorem B.M.V. de Loreto)
25. Dezember - 1. Weihnachtstag 8.30 Uhr St. Marien, Hirtenamt 9.45 Uhr St. Antonius, Hl. Messe 11.00 Uhr St. Gertrud, Hl. Messe 17.00 Uhr St. Marien, Feierliche Weihnachtsvesper
26. Dezember - Hl. Stephanus 8.30 Uhr St. Marien, Hl. Messe mit Kirchenchor (Motetten) 9.45 Uhr St. Antonius, Hl. Messe 11.00 Uhr St. Getrud, Hochamt (Kirchenchor St. Gertrud: W. A. Mozart, Missa brevis in B - KV 275 für Chor, Soli und Orchester)
Herzlich willkommen auf der Homepage der katholischen Pfarrgemeinde St. Gertrud in Herzogenrath!
Seit dem 1. Mai 2005 umfaßt die Kirchengemeinde das Gebiet der ehemaligen Nachbargemeinden St. Mariä Himmelfahrt, St. Gertrud / Afden und St. Antonius / Niederbardenberg. Diese Fusion entstand durch den allgemein spürbaren Priestermangel, der dazu führte, daß seit dem Jahre 2002 alle drei Einzelgemeinden unter einer gemeinsamen Leitung stehen. Dies führte zu einer verstärkten Zusammenarbeit unter den Nachbargemeinden, die das Bedürfnis entstehen ließ, auch nach außen eine rechtlich geeinte Größe darzustellen. So wurden durch einstimmigen Beschluß der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte die Kirchengemeinde St. Marien und St. Antonius aufgelöst und nach St. Gertrud inkorporiert, so daß nun die "neue" Pfarrei auch den gemeinsamen Namen der Pfarrpatronin, der hl. Gertrud von Nivelles, trägt. Näheres zur Geschichte unserer Pfarrei finden Sie hier.
Das Leben in St. Gertrud ist wie in allen katholischen Pfarreien vielfältig. Quelle und Höhepunkt des gesamten Lebens ist zunächst die Feier der Hl. Eucharistie. Sie bildet nach dem Willen Jesu Christi die Gemeinde. Nicht äußere Aktivitäten oder gemeinschaftliches Tun ist der Kern der Pfarrei, sondern Jesus Christus, dessen Gedächtnis wir in der Hl. Messe begehen. Das Kreuzesopfer von Golgatha, das sich auf unblutige Weise im Hl. Messopfer auf unseren Altären vergegenwärtigt, ist die Voraussetzung allen Tuns. Von der Hl. Messe geht alles Leben aus und zu ihr strömt alles zurück. Alle Sorgen und Probleme, aller Dank und Lobpreis finden hier ihre Antwort durch Gottes Gegenwart unter uns. Neben der Hl. Messe ist es das Sakrament der Versöhnung, die hl. Beichte, die zum Gnadenleben der Pfarrei beiträgt. Das Beichtsakrament kann wöchentlich und nach Terminabsprache empfangen werden.
Gestärkt durch die Sakramente und die Feier des Glaubens verwirklicht die Pfarrgemeinde ihren Auftrag in der Caritas und in der Verkündigung. Katechese und Jugendarbeit, Kindergruppen und die offene Jugendpflege im Haus der Offenen Tür (HOT), Altenbetreuung und Gemeindefeste, die Arbeit der Tafel und die Sorge für Kranke und Behinderte sowie die Erwachsenenbildung sind die Bereiche, in denen wir in St. Gertrud versuchen, dem Auftrag Christi gerecht zu werden. So verbinden sich in St. Gertrud Traditionsbewußtsein und zeitgemäße Seelsorge auf sakramentaler Basis.
von links nach rechts: St. Gertrud - St. Antonius - St. Mariä Himmelfahrt
Geleitet wird die Seelsorge von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt, dem jedoch eine große Zahl ehrenamtlicher Helfer zur Seite steht.
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