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1936-1953

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► 1936

Anläßlich der 200. Pilgerfahrt nach Kevelaer fährt der Chor geschlossen mit an den Niederrhein. Bei der Prozession vom Bahnhof zur Kirche singt der Chor das mehrstimmige Magnificat. Zu dieser Zeit zählt der Chor 27 aktive und 75 inaktive Mitglieder.

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► 1938

Mit Nachdruck wird immer wieder auf die Wichtigkeit des Choralsingens verwiesen, das nach wie vor in ungebrochener Tradition ausgeführt wird.



aus der Chronik:
Ein Rückblick in das verflossene Jahr findet den Chor bei seiner hehren Aufgabe, Gottes Lob in Ton und Wort verkündend; dem Herrn zur Ehre, den Gläubigen zur Erbauung und sich selbst zur Vollendung zu vollkommenerem Schaffen. Ganz besonders empfinden wir dies bei den Choralgesängen, in denen gerade der Kirchenchor seine Sendung sehen soll.

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► 1939

Die Anzahl der aktiven Sängerinnen und Sänger des Chores ist auf 18 gesunken; ein Hinweis auf die Umstände der Zeit, die aber der musikalischen Aktivität des Chores in der Gestaltung der festlichen Liturgien keinen Abbruch tut: Man singt auf schon gewohnt hohem Niveau ein ähnliches Jahresprogramm wie in den Jahren zuvor – auch im Choralgesang. Daß man sich der gesamtpolitischen Lage aber sehr bewußt ist, zeigen die Schlußworte der Chronik selbigen Jahres:



aus der Chronik:
Rufe aber einem jeden für die Zukunft einen neuen Ansporn ins Ohr: „Haltet zusammen, auch in bewegter, schwerer Zeit!“ Damit dem Herrn Lobpreis erschalle in Ewigkeit.

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► 1939-1945

Aus den Schreckensjahren des Zweiten Weltkrieges gibt es keine Aufzeichnungen. Erst die Chronik aus 1946 erwähnt, daß durch die Kriegsjahre hindurch in kleiner Besetzung musikalisch möglich gemacht wurde, was in dieser Zeit so bedeutend und wichtig war – die würdige und feierliche Gestaltung der heiligen Liturgie. Hierbei war der Choralgesang von besonderer Wichtigkeit.

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► 1946

Wenn man rückblickend aus der Nichterwähnung von Gefühlen, Umständen und Erlebnissen aus der Kriegszeit in der Chronik des Kirchenchores dieses Jahres etwas schließen kann, so darf man vielleicht sagen, daß – abgesehen von der inzwischen kleinen Anzahl der aktiven Sängerinnen und Sänger – der Krieg mit all seinem Leid im engeren Umfeld des Chores keine größeren Lücken gerissen hat – Gott sei Dank. Mit einer Generalversammlung am Cäcilientag wird der Chorbetrieb wieder in vollem Umfang aufgenommen und die Berichterstattung in einer für den außenstehenden Betrachter erstaunlichen Normalität fortgesetzt.

Bemerkenswert scheint einzig zu sein, daß das, was besonders durch die Kriegsjahre getragen hat, mit einem Male an Bedeutung verliert: der Choralgesang.



aus der Chronik:
Das seltener werden des Choralgesanges dürfte wohl kein Dauerzustand bleiben, weil dadurch dem Chor der Urquell der hl. Musik verschlossen würde.

Durch Präses Matthias Vianden wird in Absprache mit dem neu gewählten Vorstand für die Chormitglieder eine Pflichtkommunion festgelegt.



aus der Chronik:
Pflichtkommunion am Sonntag nach dem Feste der „Hl. Cäcilia“ ferner als freiwillige Gemeinschaftskommunion: Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Allerheiligen.

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► 1950

Aus Anlaß des 25jährigen Ortsjubiläums von Pastor Vianden wird am Laetare-Sonntag ein Festhochamt gehalten, bei dem auch der erste Teil der neuen Orgel eingeweiht wird. Der Chor, der zu diesem Zeitpunkt 78 Mitglieder hat, singt in Begleitung eines Orchesters die Messe in D von Max Filke. Am Nachmittag findet eine „kirchenmusikalische Passionsstunde“ statt, deren zweiter Teil gestaltet wird mit Stücken noch lebender Komponisten: Hermann Schroeder, Franz Philipp, Josef Haas und Heinrich Lemacher. 

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► 1951

Unter Anwesenheit von Domkapellmeister Professor Rehmann feiert der damalige Chorleiter und Organist Jakob Wolter sein 25jähriges Ortsjubiläum. Am Weihnachtsfest singt der Chor zum ersten Mal eine Messe von Wolfgang Amadeus Mozart, die Messe in D; KV 194.

Die Chronik erwähnt hier wieder ausdrücklich die Fortsetzung der Tradition des Choralsingens durch die Männer des Kirchenchores.    

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► 1953

Das zweite Werk der Orgel wird eingeweiht.



aus: NRZ von 1953

Die Leitung des Choralgesangs übernimmt Paul Wolter, der Sohn des langjährigen Organisten und Chorleiters Jakob Wolter und verhilft dem Choralsingen an St. Marien zu neuer Blüte:



aus der Chronik:
Wenn ich nun auf etwas, für den Kirchenchor unerläßlich lebenswichtiges hinweise, so ist es der Choralgesang, der in den letzten Monaten, nach den neuesten Erfahrungen durch den Sohn unseres Chorleiters Paul Wolter in neue Bahnen des Choralgesanges gewiesen wurde, zurückkomme, so ist es erfreulich, die Fortschritte auf diesem Gebiete hervorzuheben.

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