Erstmals ziehen die Pfarrgemeinden St. Mariä Himmelfahrt, St. Gertrud und Herz Jesu in einer gemeinsamen Fronleichnamsprozession durch die Straßen der Stadt; die drei Chöre der Pfarrgemeinden singen sowohl gemeinschaftlich als auch allein.
Am Vorabend des Patroziniums Mariä-Himmelfahrt erklingt zum ersten Mal das feierliche Geläut zweier neuer Glocken: die G-Glocke als Marienglocke und die A-Glocke als Wendelinus-Glocke. Der Chor hat zu dieser Zeit 43 aktive und 43 inaktive Mitglieder; die Chorkasse weist in diesem Jahr den Betrag von 42,89 DM aus.
In einem feierlichen Levitenhochamt begeht Pastor Matthias Vianden sein 50jähriges Priesterjubiläum. Der Chor singt die Festmesse von Anton Faist.
Am Nachmittag ist die Einweihung des Wegekreuzes an der Marienstraße. Die Errichtungskosten in Höhe von 7000 DM wurden durch monatliche Spenden der Pfarrgemeinde aufgebracht.
Aus Anlaß seines 100jährigen Jubiläums singt der Kirchenchor, der zu diesem Zeitpunkt 51 Mitglieder hat, in einem feierlichen Hochamt die Messe in Es von Anton Faist für Chor, Orgel und Orchester sowie die Motette „Exultate Deo“ von Alessandro Scarlatti. Beim Festabend am gleichen Tag im Albert-Steiner-Haus wirken die Chöre der Gemeinden St. Josef, St. Gertrud und Herz Jesu sowie das Kulturorchester der Stadt Herzogenrath mit. Professor Rehmann hält die Festansprache und führt die Jubilarehrung durch.
Es wird die Zeit der Umbrüche werden: es finden keine regelmäßigen Jahresversammlungen des Chores statt und es kann von keinen nennenswerten Aufführungen berichtet werden. Man sucht nach Gründen, kann aber das Problem nicht an einer Sache festmachen.
aus der Chronik: Woran es liegt, ist schwer zu sagen. Es mag auch ein Zeichen der Zeit sein.
Dabei gibt es sehr nahe liegende Gründe für die zwischenzeitliche schwierige Phase des Chores: Pastor Vianden und der langjährige Chorleiter Jakob Wolter treten kurz nacheinander in den Ruhestand. Pastor Vianden verstirbt am 1. Juni 1965. Als neuer Pfarrer an St. Mariä Himmelfahrt wird 1964 Herr Pfarrer Ewald Fuhren eingesetzt, der 1973 zum Dechanten des Dekanates Herzogenrath, 1978 zum Regionaldekan und 1981 zum Domkapitular ernannt wird. Nachdem Herr Dieter Schlicker dem Chor aufopferungsvoll in der Zeit der Vakanz der Kirchenmusikerstelle an St. Marien vertretungsweise zur Verfügung stand, wird am 1. Mai 1968 diese Stelle mit Richard Kraum zur Freude des Chores neu besetzt.
aus der Chronik: Seit dem 1. Mai 1968 herrschen nunmehr wieder geordnete Verhältnisse in der Pfarre und im Chor von St. Maria Himmelfahrt.
Aufgrund einer sehr hohen Termindichte Ende des Jahres 1970 wird der Festgottesdienst zum 110jährigen Bestehen des Kirchenchores auf den 10. Januar 1971 gelegt. In Begleitung einer Streichergruppe singt der Chor die „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart.
Anmerkung: In dieser Zeit ist auch das Logo des Kirchenchores entstanden, das seitdem Briefköpfe und Programmhefte geschmückt hat und das – versehen mit der neuen Jahreszahl – auch das Logo des neuen Jubiläumsjahres sein soll. Die darauf neben der Strichzeichnung unserer Kirche zu erkennenden Noten sind nicht frei erfunden, sondern entstammen den Takten 9 und 10 der 1. + 2. Violinstimme des Sanctus ebendieser Spatzenmesse von Mozart. Das ist auch der Antrieb für uns, diese Messe beim großen Festakt am 25. September 2010 wieder zu Gehör zu bringen.
An das große Festhochamt schließen sich am Nachmittag eine kirchenmusikalische Andachtsstunde in der Kirche und ein weltliche Feier im Roda-Festsaal an, die hier im Zeitungsartikel vom 11. Januar 1971 aus der AVZ (Aachener Volkszeitung) auch erwähnt werden.
Auch in diesem Jahr gibt es eine gemeinsame Fronleichnamsmesse am Fuchsberg mit den Pfarren und Chören aus St. Gertrud, Herz-Jesu und St. Mariä-Himmelfahrt in Begleitung des Harmonie-Vereins St. Cäcilia 1858 Herzogenrath-Afden.
In diesem Jahr begeht der Chor sein 125jähriges Jubiläum. Der Mai wird zum Festmonat:
4. Mai: Eröffnung mit einem Festabend im HOT: Beim Festakt wird dem Chor die Palestrina-Medaille des ACV (Allgemeinen Cäcilienverbandes) aus der Hand von Kirchenmusikdirektor Josef Schneider verliehen, der auch die Festansprache zum Thema Psalm, Stundenlied und Gotteslob hält. Glückwünsche übermitteln neben Ewald Fuhren, Domkapitular und Präses des Chores, u. a. der Bürgermeister Willi Schultheis, Dechant Josef Unterberger, Pastor Peter Reuters und Oberstudienrat a. D. Josef Mertens. Nach der Jubilarehrung, dem Abschluß des offiziellen Teils des Abends, ist geselliges Beisammensein mit Tanz mit der Big-Band von St. Katharina / Kohlscheid unter der Leitung von Heinz Dickmeis.
aus: AVZ vom 06.05.1985 unter der Rubrik: Wurmrevier
Offizielles Foto zum 125jährigen Bestehen des Kirchenchores in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt vor dem Hochaltar
Palestrina-Medaille des ACV (Allgemeiner Cäcilienverband)
5. Mai: Hochamt unter Mitwirkung des Kirchenchores von St. Katharina, Kohlscheid (Leitung: Heinz Dickmeis); gesungen wird die Cäcilien-Messe von Charles Gounod.
12. Mai: Hochamt unter Mitwirkung des Kirchenchors von St. Willibrord (Leitung: Egidius Fuchs); gesungen wird die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart.
19. Mai Hochamt unter Mitwirkung der Kirchenchöre von St. Gertrud (Leitung: Alfred Offermann) und St. Johannes, Merkstein (Leitung: Michael Mohr); gesungen wird die B-Dur-Messe von Joseph Haydn.
26. Mai: Hochamt unter Mitwirkung des Kirchenchores von St. Josef, Straß (Leitung: Erich Rösler); gesungen wird die Josefs-Messe von Johann Gottfried Albrechtsberger
1. Juni Abschlußabend im Innenhof von St. Marien; Konzert des Harmonie-Vereins St. Cäcilia (Leitung: Gerd Groten); nicht nur die aktiven Sänger und ihre Angehörigen, sondern die gesamte Gemeinde ist eingeladen zu Grillstand, Bierpavillon und guter Unterhaltung.
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