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1986-1995

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► 1988

Ab Ende August werden die wöchentlichen Chorproben auf der Bühne des Pfarrsaals gehalten, da der Saal selbst für Meßfeiern und Gottesdienste hergerichtet ist. Grund hierfür ist der Neuanstrich der Kirche, der bis zum Heiligen Abend fertig gestellt ist. In der frisch renovierten Kirche erlebt die Gemeinde eine sehr schöne – vom Chor feierlich durch die Missa brevis in C von Charles Gounod gestaltete – Christmette.  

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► 1989

Selten ist es geworden: Aus Anlaß des Patronatsfestes singt der Chor die 2. Choralmesse „De Angelis“. Über eine durchgängige Choralpraxis wird in der Chronik schon seit geraumer Zeit nicht mehr gesprochen. 

Eine nette inzwischen zur Tradition gewordene „Überraschung“ zu Beginn des Dezembers nimmt hier ihren Anfang: der Nikolaus kommt persönlich in die Probe und verwöhnt die Sängerinnen und Sänger in der durch konzentriertes Üben für die Weihnachtsgottesdienste gekennzeichnete Adventszeit mit süßen Kleinigkeiten und hält auf seine Art Rückschau auf das verflossene Jahr. 

Am 17.12. gestaltet der Chor das Hochamt aus Anlaß des 25jährigen Ortsjubiläums von Pastor Fuhren mit der Missa brevis in C von Charles Gounod. Beim anschließenden Empfang im Pfarrsaal singt der Chor „Ein Danklied sei dem Herrn“ von Josef von Wöss.

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► 1991

Aufgrund einer schweren Erkrankung des Chorleiters Richard Kraum übernimmt Johannes Becker, Leiter des Madrigalchores, vertretungsweise die Chorproben ab Januar. 

In Vorbereitung des Festhochamtes zum 40jährigen Priesterjubiläum von Präses Pastor Fuhren im Juli übernimmt kurzzeitig mit Frau Andrea Leersch, Kirchenmusikerin an St. Josef in Straß, zum ersten Mal eine Frau die Leitung des Chores. Durch sängerische Verstärkung in allen Stimmen gelingt die „Kleine Orgelsolo-Messe“ von Mozart unter neuer Leitung gut. 

Leider kann sich der allseits beliebte, langjährige Chorleiter Richard Kraum nicht von seiner Krankheit erholen und verstirbt am 23. Juli im Alter von nur 52 Jahren.

aus der Chronik:



Neben der großen Leistung des Chorleiters Richard Kraum müssen auch seine Tochter Ute Kraum, die auch als Vertretung mancher Chorprobe vorstand, sowie Frau Ulrike Adrian und Frau Käthe Haas erwähnt werden, die immer wieder durch Gesangs- und Flötensoli die Gottesdienste an St. Marien musikalisch bereicherten und die Gemeinde begeisterten. 

Zu Beginn des Septembers übernimmt Frau Andrea Heidemüller noch als Studentin der Kirchenmusik am St. Gregorius-Haus in Aachen ihren Dienst als neue Chorleiterin und der Chor kann sein geplantes Jahresprogramm fortsetzen.

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► 1992

Die Chorleiterin heiratet in der Pfarrkirche St. Gertrud den dort bereits seit 1990 wirkenden Kirchenmusiker und späteren Kantor Herbert Nell und hört fortan auf den Namen Andrea Nell. 

Die Chöre des frisch vermählten Ehepaars aus St. Marien, St. Gertrud und St. Antonius singen in der Messe „Nun danket alle Gott“ nach einem Satz von Herbert Nell und vor der Kirchentür als Ständchen die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven.

Nach Absolvierung des kirchenmusikalischen B-Examens am St. Gregorius-Haus wird Andrea Nell als Kirchenmusikerin der Pfarre fest eingestellt. Der Kirchenchor hat zu diesem Zeitpunkt 33 aktive Mitglieder.

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► 1994

Die Generalversammlung am 18.01. ist für den Chor keine besondere, für Frau Nell aber der letzte Arbeitstag vor der Mutterschutzzeit, da sie ihr erstes Kind erwartet. Als Vertretung in ihrer Abwesenheit stellt sich Johannes Becker erfreulicherweise wieder zur Verfügung. 

Im November kann die Kirchenmusikerin Nicole Franke für den Vertretungsdienst an St. Marien gewonnen werden, die nun auch den Chor leitet. In kurzer Zeit entsteht ein inniges Verhältnis zwischen ihr und dem Chor, was den aufmerksamen Zuhörern in der Kirche nicht entgeht und der Gestaltung der Festgottesdienste sehr zugute kommt.

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► 1995

Am 12. März wird Domkapitular Ewald Fuhren in den Ruhestand versetzt, bleibt aber in der Pfarrgemeinde wohnen, was sich noch als wichtiger Umstand erweisen soll. Bei seinem mit Wehmut gefeierten Abschiedsamt singt der Chor die Missa brevis in B von Wolfgang Amadeus Mozart. Zum anschließenden Empfang im Pfarrsaal eingeladen wird ihm von allen Seiten für sein langes und fruchtbringendes Schaffen gedankt.



aus der Chronik die Reaktion von Pastor Fuhren auf die Dankesreden:
…, es wäre zwar ein Kapitel abgeschlossen worden, jedoch kein ganzes Buch und in seiner humorvollen Art schloß er mit den Worten: „Wir sind schließlich nicht bei einem Begräbnis.“

Schon 6 Tage später, am 18. März, wird die Nachfolge von Pastor Fuhren durch Pastor Rainer Münstermann angetreten. Zur Amtseinführung singt der Chor die Messe in C von Charles Gounod. 

Im Mai muß schon wieder Abschied genommen werden: Kirchenmusikerin Nicole Franke tritt eine neue Stelle in Aachen an und kann den Chor nicht länger dirigieren. Nachfolgerin wird die dem Chor durch ihren Vertretungsdienst nicht unbekannte Andrea Leersch, Kirchenmusikerin in Straß, die besonders an den hohen Feiertagen die doppelte Belastung zweier Chorleitungen zu spüren bekommt, vor allem auch, weil Präses Rainer Münstermann die lange Tradition des Singens am Heiligen Abend in Marien aufgeben will zugunsten der Gestaltung des Hochamtes am 1. Weihnachtsfeiertag. Nach langen, nervenaufreibenden Diskussionen wird doch am Heiligen Abend die „Pastoral-Messe“ von Ignaz Reimann gesungen.



aus der Chronik:
Da die Messe in diesem Jahr nicht solistisch besetzt war, störte beim Agnus Dei, genauer gesagt beim „Dona nobis pacem“ ein Solo unseres Mikrofons, welches wohl die ohnehin schon stark strapazierten Nerven unserer Chorleiterin an diesem Tage wohl völlig blank legte.

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